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Ordnung

Allgemeine Bedingungen für den Abschluss eines Vertrags über die Beförderung
mit städtischen Nahverkehrsmitteln unter Einsatz der
URBANCARD – Stadtkarte Wrocław



Abschnitt 1
Allgemeine Bedingungen


§1


Ein Fahrgast kann mit der Gemeinde Wrocław einen Vertrag über die Fahrt mit städtischen Nahverkehrsmitteln durch den Erwerb eines Fahrscheins, der auf der URBANCARD - Stadtkarte Wrocław kodiert wird, schließen.


§2


Die allgemeinen Bedingungen für den Abschluss eines Vertrags über die Beförderung mit städtischen Nahverkehrsmitteln unter Einsatz einer URBANCARD beschreiben die Grundsätze für den Erwerb eines auf der Karte kodierten Fahrscheins, die Ausfertigung und Nutzung der Karte, die Grundsätze für die Reklamation eines Fahrscheins und einer Karte sowie die Durchführung einer Kontrolle eines auf der Karte kodierten Fahrscheins.


§3


Die in den vorliegenden allgemeinen Bedingungen verwendeten Begriffe bedeuten:
1)Gemeinde Wrocław – Organisator der Beförderungen mit städtischen Nahverkehrsmitteln;
2)Betreiber – Rechtsträger, der Leistungen in Form des Verkaufs von auf einer URBANCARD kodierten Fahrscheinen für den städtischen Nahverkehr auf der Grundlage eines mit der Gemeinde Wrocław geschlossenen Vertrags erbringt;
3)Fahrgast – Person, die einen Beförderungsvertrag mit der Gemeinde Wrocław durch den Kauf eines auf einer URBANCARD kodierten Fahrscheins schließt;
4)auf Karte kodierter Fahrschein, Fahrschein – Zeitfahrschein in Form einer elektronischen Speicherung auf einer Transponderkarte, beschrieben im Beschluss Nr. VIII/275/99 des Stadtrats von Wrocław vom 23. April 1999 über die Entgeltlichkeit von Beförderungsleistungen, die mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln erbracht werden, welcher zu einer Fahrt mit städtischen Nahverkehrsmitteln der Gemeinde Wrocław gemäß dem geltenden Gebührentarif berechtigt, mit Ausnahme von befristeten und für Ballungsräume geltenden Fahrscheinen;
5)Beschluss – Beschluss Nr. VIII/275/99 des Stadtrats von Wrocław vom 23. April 1999 über die Entgeltlichkeit von Beförderungsleistungen, die mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln erbracht werden;
6)URBANCARD - Stadtkarte Wrocław, im Folgenden URBANCARD oder Karte genannt – elektronische Transponderkarte, die Datenträger von Fahrscheinen sowie anderer städtischer Leistungen ist;
7)Kodierung – Speicherung eines Fahrscheins auf einer URBANCARD unter Einsatz eines entsprechenden Geräts;
8)Verkaufsbestätigung – eine Kodierung bestätigender Ausdruck eines Terminals mit Angabe des Transaktionsdatums, der Art des Fahrscheins, seines Preises, Kennzeichnung der Verkaufsstelle, Kartennummer;
9)URBANCARD-Personalisierung – Prozess zur Eingabe folgender Angaben in die Server-Datenbank: Kartennummer, Vor- und Nachname des Fahrgastes, Wohnanschrift, Geburtsdatum, Personenkennziffer PESEL, Gültigkeitsfrist einer Ermäßigung, Schülerausweisnummer, Studentenausweisnummer, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Foto sowie Vornahme des Aufdrucks der Kartennummer auf der Karte, Foto, Vor- und Nachname des Fahrgastes im Falle einer namentlichen Karte oder Vornahme der Aufschrift "Inhaberdokument" auf der Karte sowie Kartennummer im Falle einer Inhaberkarte;
10)Fahrscheinaustausch – Korrektur eines nicht ordnungsgemäß auf einer URBANCARD kodierten Fahrscheins;
11)Annullierung eines Fahrscheins – Löschung eines Fahrscheins von einer URBANCARD;
12)Verlust der Karte – Verlieren, Zerstörung oder Diebstahl der Karte;
13)Bedienungsterminal – in Verkaufsstellen angebrachtes Gerät, das zum Verkauf und der Kodierung von Fahrscheinen auf einer Karte bestimmt ist;
14)Selbstbedienungsterminal (stationärer Automat) – stationärer Automat, der zum Verkauf und zur Kodierung von Fahrscheinen auf einer Karte bestimmt ist;
15)Mobiles Terminal – tragbares Gerät, das in städtischen Nahverkehrsmitteln der Gemeinde Wrocław installiert ist und zur Kodierung von über die Internetseite des Betreibers gekauften Fahrscheine auf der Karte bestimmt ist;
16)Verkaufsstelle – Ort des Verkaufs von Fahrscheinen an Fahrgäste;
17)Kundenservicebüro – URBANCARD-Kundenservicebüro, das die Funktion einer Verkaufsstelle sowie einer Kundenservicestelle hinsichtlich der Entgegennahme von Anträgen, der Personalisierung und Ausgabe fertiger Karten, der Prüfung von sich auf Fahrscheine beziehenden Reklamationen, der Informierung von Kunden über die Nutzungsgrundsätze für die URBANCARD, der Personenbeförderungsordnung sowie der Ausstellung von Verkaufsdokumenten in Form von Rechnungen mit ausgewiesener Mehrwertsteuer an URBANCARD-Nutzer auf der Grundlage des Kaufbelegs erfüllt;
18)Kundenservicestelle – URBANCARD-Kundenservicestelle, die die Funktion einer Verkaufsstelle sowie einer Kundenservicestelle hinsichtlich der Entgegennahme von Anträgen sowie der Ausgabe fertiger Karten und der Informierung von Kunden über die Grundsätze für die Nutzung der URBANCARD sowie über die Personenbeförderungsordnung erfüllt;
19)Antrag-Empfangsstelle – URBANCARD-Antrag-Empfangsstelle, die die Funktion einer Kundenservicestelle hinsichtlich der Entgegennahme von Anträgen auf Ausfertigung einer URBANCARD und der Informierung von Kunden über die Grundsätze für die Nutzung der URBANCARD sowie über die Personenbeförderungsordnung erfüllt, befristet geöffnet bis zum 31.12.2010 ;
20)Allgemeine Bedingungen – vorliegende Bedingungen für den Abschluss eines Vertrags über die Beförderung mit städtischen Nahverkehrsmitteln unter Einsatz der URBANCARD.


§4


1.Auf der Grundlage der vorliegenden allgemeinen Bedingungen schließt die Gemeinde Wrocław einen Beförderungsvertrag mit dem Fahrgast im Zeitpunkt der Kodierung des im städtischen Nahverkehrs eingesetzten Fahrscheins auf der URBANCARD durch den Betreiber.
2.Es werden die im Folgenden genannten URBANCARD-Arten verwendet:
1)namentliche Karte;
2)Inhaberkarte.
3.Eine URBANCARD besitzt keinerlei äußeren Informationen über die auf ihr kodierten Fahrscheine.
4.Auf der URBANCARD wird ein integrierter Bahnfahrschein in Form eines Aufklebers angebracht, der zur Nutzung der Bahn auf der Grundlage eines zwischen der Gemeinde Wrocław und dem Bahnunternehmer geschlossenen Vertrags nach vorherigem Kauf eines integrierten Fahrscheins durch den Fahrgast berechtigt.
5.Die Befugnisse zur ermäßigten Nutzung der Nahverkehrsmittel der Gemeinde Wrocław werden im Beschluss bestimmt.
6.Die URBANCARD wird von einem von der Gemeinde Wrocław ausgewählten Betreiber verwaltet.
7.Zu den Aufgaben des Betreibers gehören:
1)Entgegennahme von Anträgen auf Ausfertigung von Karten;
2)Personalisierung von Karten;
3)Ausgabe fertiger Karten;
4)Prüfung von Reklamationen bezüglich einer URBANCARD und auf einer URBANCARD kodierter Fahrscheine;
5)Informierung von Fahrgästen über die Grundsätze für die Nutzung von Karten;
6)Informierung von Fahrgästen über die Personenbeförderungsordnung;
7)Übermittlung von beim Kundenservicebüro oder bei der Kundenservicestelle eingereichten Reklamationen bezüglich der Arbeit von Kontrolleuren und Beförderungsunternehmen sowie der Organisation des städtischen Nahverkehrs an die Gemeinde Wrocław innerhalb von zwei Werktagen nach ihrem Erhalt in elektronischer Form oder per Telefax;
8)Verkauf von auf einer Karte kodierten Fahrscheinen in den Verkaufsstellen des Vertriebsnetzes des Betreibers, deren Verzeichnis auf einer Website dargestellt wird.




Abschnitt 2
 Grundsätze für die Nutzung der URBANCARD


§ 5


Es gelten folgende allgemeine Grundsätze für die Nutzung der URBANCARD:
1)Eine URBANCARD kann ausschließlich bei gleichzeitiger Kodierung eines Fahrscheins ausgefertigt werden, es sei denn, dass die Karte als Datenträger für andere Leistungen bestimmt ist;
2)Alle ausgefertigten URBANCARDS bilden unbefristet gültige Karten;
3)Eine URBANCARD darf nicht zerbrochen, geknickt oder auf irgendeine andere Weise mechanisch beschädigt werden;
4)Die URBANCARD darf weder hohen und niedrigen Temperaturen noch chemischen Mitteln, starken Magnetfeldern oder elektrischen Feldern ausgesetzt werden.
5)Eine fehlerhafte URBANCARD unterliegt einem Austausch im Rahmen eines Reklamationsverfahrens;
6)Nicht reklamiert werden können Beschädigungen, die die Folge einer nicht bestimmungsgemäßen Verwendung der Karte sind.


§6


Es gelten folgende Grundsätze für die Nutzung namentlicher Karten:
1)Ein Fahrgast kann nur eine namentliche Karte erwerben;
2)Auf einer namentlichen Karte ist die Kodierung eines namentlichen Fahrscheins möglich: eines normalen Fahrscheins und eines ermäßigten Fahrscheins;
3)Auf der namentlichen Karte eines Fahrgastes, der ein Anrecht auf ermäßigte Fahrscheine hat, wird die Frist kodiert, bis zu deren Ablauf das Anrecht auf Ermäßigung besteht;
4)Ein namentlicher, ermäßigter Fahrschein kann ausschließlich auf einer Karte kodiert werden, auf der der Zeitraum des Ermäßigungsanspruchs des Fahrgastes festgehalten wird, wobei die Einschränkung gilt, dass das Enddatum der Geltung des ermäßigten Fahrscheins nicht über die Gültigkeit der Ermäßigung hinausgehen darf;   
5)Zum Zwecke einer Verlängerung der zu einem früheren Zeitpunkt bestimmten Frist des Anspruchs des Fahrgastes auf Nutzung ermäßigter Fahrscheine ist dem Kundenservicebüro oder der Kundenservicestelle ein Dokument vorzulegen, das den Anspruch auf eine weitere Ermäßigung begründet;
6)Die unter Ziff. 5 genannte Pflicht betrifft nicht Kinder im Alter von 4 bis 16 Jahren, weil die Befugnis dauerhaft bis zum 16. Lebensjahr kodiert wird;
7)Nach Ablauf der Frist für den Ermäßigungsanspruch kann der Fahrgast auf einer namentlichen Karte ausschließlich normale Fahrscheine kodieren;
8)Im Falle des Verlustes einer namentlichen Karte sollte der Fahrgast den Verlust persönlich beim Kundenservicebüro melden, um die auf ihr kodierten Mittel auf einer neuen Karte wiederherzustellen.


§7


Es gelten folgende Grundsätze für die Nutzung von Inhaberkarten:
1)Auf einer Inhaberkarte ist es nicht möglich, namentliche Fahrscheine zu kodieren;
2)Es ist möglich, auf einer Inhaberkarte einen Inhaberfahrschein zu kodieren: einen normalen und einen ermäßigten Fahrschein:
3)Im Falle des Verlustes einer Inhaberkarte kann der Fahrgast den Verlust der Karte im Kundenservicebüro nach Vorlage des Kaufbelegs melden, um die Karte zu sperren.  


Abschnitt 3
 Grundsätze für die Ausfertigung einer URBANCARD

§8


Es gelten folgende Grundsätze für die Ausfertigung namentlicher Karten:
1)Die erste namentliche Karte wird kostenlos ausgefertigt;
2)Zur Ausfertigung einer namentlichen Karte ist der Kauf eines Fahrscheins erforderlich, es sei denn, dass die Karte als Datenträger für andere Leistungen bestimmt ist;
3)Die Ausfertigung einer namentlichen Karte erfolgt auf der Grundlage eines schriftlichen, beim Betreiber eingereichten, oder mit Hilfe der Website des Betreibers gestellten Antrags; im Falle eines mit Hilfe der Website gestellten Antrags ist der Fahrgast beim Empfang verpflichtet, ein Ausweisdokument vorzulegen, und falls es sich um einen ermäßigten Fahrschein handelt, auch das den Ermäßigungsanspruch belegende Dokument;
4)Im Falle der Stellung eines Antrags auf Ausfertigung einer namentlichen Karte mit Hilfe der Website werden ein Antrag, der hinsichtlich seines Inhalts einem schriftlichen Antrag entspricht, sowie detaillierte Anweisungen auf der Website zur Verfügung gestellt;
5)Um eine namentliche Karte zu erhalten, legt der Fahrgast den Antrag, ein Foto, ein Ausweisdokument sowie im Falle des Besitzes eines Anspruchs auf ermäßigte Nutzung von Nahverkehrsmitteln ein diese Ermäßigung belegendes Dokument vor;
6)Die Frist für die Bearbeitung des Antrags auf Ausfertigung einer namentlichen Karte beträgt 5 Werktage;
7)Die namentliche Karte kann man beim Betreiber in dem im Antrag angegebenen Kundenservicebüro / Kundenservicestelle abholen;
8)Die namentliche Karte wird dem Fahrgast gegen schriftliche Bestätigung und nach vorheriger Vorlage eines Ausweisdokuments ausgehändigt;
9)Der Fahrgast sollte die namentliche Karte innerhalb von 30 Kalendertagen nach Stellung des Antrags abholen;
10)Ein Nutzer einer namentlichen Karte ist im Falle einer Änderung seiner personenbezogenen Daten verpflichtet, den Betreiber über diese Änderung zu informieren.


§9


Es gelten folgende Grundsätze für die Ausfertigung von Inhaberkarten:
1)Eine Inhaberkarte wird kostenlos ausgefertigt;
2)Für den Erhalt einer Inhaberkarte ist es erforderlich, einen Inhaberfahrschein zu kaufen;
3)Eine Inhaberkarte wird dem Fahrgast vom Betreiber im Kundenservicebüro, in einer Kundenservicestelle oder in einer Verkaufsstelle übergeben.

 


Abschnitt 4
 Grundsätze für Kodierungen auf der URBANCARD


§10


Es gelten folgende Grundsätze für Kodierungen auf der URBANCARD:
1)Auf der URBANCARD können zwei Fahrscheine gleichzeitig kodiert werden.
2)Der Kauf eines Fahrscheins erfolgt über das vom Betreiber organisierte Vertriebsnetz für Fahrscheine;
3)Die Kodierung eines Fahrscheins auf der Karte wird, mit Ausnahme eines Kaufs mit Hilfe der Website, durch einen Ausdruck bestätigt, der das Transaktionsdatum, die Art des Fahrscheins, seinen Preis, die Kennzeichnung der Verkaufsstelle und die Kartennummer enthält;
4)Der Ausdruck aus dem Kodierungsgerät bestätigt nicht die Berechtigung zur Fahrt mit städtischen Nahverkehrsmitteln;
5)Das Anfangsdatum der Gültigkeit eines gekauften Fahrscheins wird vom Fahrgast zum Zeitpunkt des Kaufs angegeben und auf der URBANCARD sowie im Informatiksystem gespeichert;
6)Das Enddatum der Gültigkeit eines gekauften Fahrscheins darf 6 Monate seit dem Kaufdatum des Fahrscheins nicht überschreiten;
7)Ein Auslesen der Gültigkeitsfrist sowie der Art des auf der URBANCARD kodierten Fahrscheins ermöglicht ein Terminal in einer Verkaufsstelle, ein Selbstbedienungsterminal, ein mobiles Terminal sowie die Website des Betreibers.




Abschnitt 5
Allgemeine Grundsätze für den Kauf eines Fahrscheins über die Website


§11


Beim Kauf eines Fahrscheins über die Website gelten folgende Grundsätze:
1)Ein Kunde hat die Möglichkeit, einen auf der Karte kodierten Fahrschein unter Vermittlung der Website zu kaufen;
2)Bedingung für den Erwerb eines auf der Karte kodierten Fahrscheins ist die ordnungsgemäße Angabe der auf der Website geforderten Daten durch den Kunden;
3)Ein über die Website des Betreibers gekaufter Fahrschein muss mit einem mobilen Terminal, einem Bedienungsterminal oder Selbstbedienungsterminal kodiert werden;
4)Die genauen Grundsätze für den Kauf eines auf der Karte kodierten Fahrscheins über die Website werden auf dieser Website beschrieben.




Abschnitt 6
Grundsätze für eine Reklamation von Fahrschein und Karte


§ 12
 

Es gelten folgende Grundsätze für eine Reklamation von Fahrschein und Karte:
1)Die Gemeinde Wrocław ist für die Prüfung einer Reklamation, die sich auf die Tätigkeit der Kontrolleure und Beförderungsunternehmen sowie die Organisation des städtischen Nahverkehrs bezieht, verantwortlich;
2)Der Betreiber ist verantwortlich für:
a)die Entgegennahme und Bearbeitung einer Reklamation;
b)die fristgerechte Prüfung und Erledigung von Reklamationen, die Fahrscheine, Kartengeräte oder Datenträger von Fahrscheinen betreffen;
c)die Ausfertigung einer neuen Karten für einen Fahrgast;
3)Vom Betreiber geprüfte Reklamationen umfassen:
a)Austausch eines Fahrscheins,
b)Annullierung eines Fahrscheins,
c)Meldung des Verlustes einer Karte;
4)Der Austausch eines Fahrscheins betrifft nur unbeschädigte Karten und erfolgt in der Verkaufsstelle, in der die Kodierung vorgenommen wurde; er bezieht sich auf die Reklamation eines kodierten Fahrscheins innerhalb einer Stunde seit der Kodierung am selben Tag;
5)Die Annullierung eines Fahrscheins betrifft nur unbeschädigte Karten und erfolgt im Kundenservicebüro; sie bezieht sich ausschließlich auf auf der Karte kodierte und noch gültige Fahrscheine;  
6)Der Verlust einer Karte wird dem Kundenservicebüro gemeldet.


§ 13


Im Falle eines Austausches des Fahrscheins verläuft das Verfahren auf folgende Weise:
1)Ein Fahrgast, der innerhalb einer Stunde nach dem Kauf feststellt, dass der kodierte Fahrschein nicht seinen Erwartungen entspricht, kann diesen bei der Verkaufsstelle, in der er ihn gekauft hat, reklamieren;
2)Wenn seit der Kodierung mehr als eine Stunde vergangen sind oder ein neuer Tag angebrochen ist, kann die Reklamation nur vom Kundenservicebüro entgegengenommen und in Form einer Annullierung des Fahrscheins erledigt werden;
3)Falls für einen Inhaberfahrschein kein Kaufbeleg vorhanden ist, kann die Reklamation nicht entgegengenommen werden;
4)Der Betreiber behält die vom Fahrgast reklamierte Karte;
5)Der Betreiber nimmt an einem Terminal eine Korrektur der Transaktion vor;
6)Wenn der Fahrgast einen kodierten Fahrschein reklamiert, gibt der Betreiber den Kode des neuen Fahrscheins ein;
7)Wenn der Wert des neuen Fahrscheins geringer als der Wert des reklamierten Fahrscheins ist, erstattet der Betreiber dem Fahrgast die Preisdifferenz und bestätigt anschließend die Änderung;
8)Wenn der Wert des neuen Fahrscheins höher als der Wert des reklamierten Fahrscheins ist, erhebt der Betreiber vom Fahrgast die Preisdifferenz und bestätigt anschließend die Änderung;
9)Wenn der Fahrgast die Gültigkeitsdauer eines kodierten Fahrscheins reklamiert, gibt der Betreiber eine neue Gültigkeitsfrist ein und bestätigt anschließend die Änderung.


§ 14


Im Falle einer Annullierung eines Fahrscheins verläuft das Verfahren auf folgende Weise:
1)Das Kundenservicebüro nimmt vom Fahrgast die Reklamation bezüglich des auf der URBANCARD kodierten Fahrscheins entgegen;
2)Im Falle eines Fehlens oder einer Beschädigung der reklamierten Karte kann eine Reklamation nicht entgegengenommen werden;
3)Falls für einen Inhaberfahrschein kein Kaufbeleg vorhanden ist, kann die Reklamation nicht entgegengenommen werden;
4)Die Annullierung eines Fahrscheins kann man während seiner gesamten Laufzeit vornehmen;
5)Eine Reklamation wird innerhalb von 2 Werktagen geprüft;
6)Das Kundenservicebüro nimmt vom Fahrgast die Karte mit der reklamierten Transaktion entgegen und füllt das Formular für die Fahrscheinannullierung aus;
7)Das Kundenservicebüro nimmt eine Verifizierung des auf der Karte kodierten Fahrscheins im den Verkauf registrierenden Informatiksystem vor;
8)Im Falle einer Übereinstimmung des auf der Karte kodierten Fahrscheins mit der Speicherung im Informatiksystem beseitigt das Kundenservicebüro die Informationen über den kodierten Fahrschein von der Karte;
9)Nach der Annullierung des Fahrscheins erstattet das Kundenservicebüro dem Fahrgast den Gegenwert des annullierten Fahrscheins, verringert um den Betrag des genutzten Fahrscheins (Nominalpreis, geteilt durch die Anzahl der Tage der Gültigkeitsdauer des Fahrscheins mal Anzahl der Tage bis zum Ablauf der Fahrscheingültigkeit);
10)Im Falle einer Annullierung eines Fahrscheins nach Beginn seiner Gültigkeit erhebt der Mitarbeiter des Kundenservicebüros eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 20% des Werts des gekauften Fahrscheins;
11) In besonders begründeten Fällen, nämlich bei der Liquidation, Aussetzung oder Änderung einer Linie, die zur Einstellung des Nahverkehrs im jeweiligen Bereich führt, führt das Kundenservicebüro für einen Fahrgast, der einen Fahrschein für eine zweite Linie annulliert, eine Annullierung des Vertrags ohne Erhebung einer Bearbeitungsgebühr durch.
12)Der Fahrgast erhält Bargeld, wobei er gleichzeitig die abschließende Erklärung des Reklamationsformulars ausfüllt;
13)Im Falle einer mangelnden Vereinbarkeit des auf der Karte kodierten Fahrscheins mit der Speicherung im Informatiksystem behält das Kundenservicebüro die reklamierte Karte gegen Quittung ein, nimmt unverzüglich eine Analyse der eingetretenen Situation vor und erteilt dem Fahrgast auf ihrer Grundlage eine Information.

    
§ 15


Im Falle eines Kartenverlustes verläuft das Verfahren auf folgende Weise:
1)Der Fahrgast meldet den Kartenverlust schriftlich beim Kundenservicebüro;
2)Der Fahrgast kann nach Vorlage des Kaufbelegs eine Sperrung der auf einer Inhaberkarte kodierten Mittel vornehmen;
3)Es werden keine Duplikate einer Inhaberkarte ausgefertigt;
4)Auf der Grundlage einer Meldung füllt das Kundenservicebüro ein Reklamationsformular aus;
5)Bedingung für die Entgegennahme einer Reklamation ist die Vorlage eines Ausweisdokuments;
6)Im Falle der Zerstörung einer Karte behält das Kundenservicebüro die reklamierte Karte gegen Quittung ein;
7)Für die Zeit der Herstellung einer neuen Karte erhält der Fahrgast ein Dokument, das während eines Zeitraums von 6 Tagen eine Nutzung städtischer Nahverkehrsmittel der Gemeinde Wrocław gestattet;
8)Wenn die Gültigkeitsdauer des verloren gegangenen Fahrscheins kürzer als 6 Tage ist, erhält der Fahrgast ein Dokument, das während eines kürzeren Zeitraums gültig ist, der dem Gültigkeitsdauer des verloren gegangenen Fahrscheins entspricht;
9)Eine Reklamation wird innerhalb von 5 Werktagen geprüft;
10)Das Kundenservicebüro überprüft die Kodierung im Informatiksystem;
11) Im Falle einer Vereinbarkeit der Daten des Fahrgastes mit der Speicherung im Informatiksystem blockiert das Kundenservicebüro die verloren gegangene Karte;
12)Eine neue namentliche Karte mit dem wiederhergestellten Fahrschein und einem Kaufbeleg wird dem Kartennutzer, der sich durch ein Ausweisdokument ausweist, gegen Entrichtung einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von 18 PLN ausgehändigt;
13)Beim Erhalt einer neuen namentlichen Karte füllt der Fahrgast die abschließende Erklärung des Reklamationsformulars aus;
14)Im Falle einer mangelnden Vereinbarkeit des auf der Karte oder auf dem Kaufbeleg kodierten Fahrscheins mit der Speicherung im Informatiksystem nimmt das Kundenservicebüro eine Analyse der eingetretenen Situation vor und erteilt dem Fahrgast auf ihrer Grundlage eine Information.  
 



Abschnitt 7
Grundsätze für die Kontrolle einer URBANCARD


§ 16


Es gelten die folgenden Grundsätze für die Durchführung einer Kontrolle der auf einer URBANCARD kodierten Berechtigungen zur Nutzung städtischer Nahverkehrsmittel:
1)Die Kontrolle wird gemäß den im Beschluss beschriebenen Grundsätzen durchgeführt;
2)Der Fahrgast legt während einer Kontrolle dem Kontrolleur die Karte mit dem kodierten Fahrschein vor;
3)Falls der Fahrgast eine namentliche Karte besitzt, ist der Kontrolleur berechtigt, ihn zur Vorlage eines Ausweisdokuments aufzufordern;
4)Im Falle eines ermäßigten Fahrscheins ist der Kontrolleur berechtigt, den Fahrgast zur Vorlage eines den Ermäßigungsanspruchs belegenden Dokuments aufzufordern;
5)Im Falle eines begründeten Verdachts, dass die Karte von einer unbefugten Person gefälscht oder verfälscht worden ist, ist der Kontrolleur berechtigt, die Karte gegen Quittung einzubehalten, worüber er den Betreiber informiert.




Abschnitt 8
Haftungsgrundsätze


§ 17


Die Gemeinde Wrocław haftet nicht für:
1)einen Verlust von auf einer verloren gegangenen namentlichen Karte gesammelten Mitteln bis zu dem Tag, der auf den Tag der Meldung ihres Verlustes beim Betreiber folgt;
2)einen Verlust von auf einer verloren gegangenen Inhaberkarte gesammelten Mitteln;
3)Schäden, die infolge der Sperrung einer Karte durch den Betreiber erlitten worden sind.
 



Abschnitt 9
Schlussbestimmungen


§ 18


1.Die Gemeinde Wrocław gibt die allgemeinen Bedingungen für den Abschluss eines Vertrags über die Beförderung mit städtischen Nahverkehrsmitteln unter Einsatz der URBANCARD öffentlich bekannt.
2.Die Gemeinde Wrocław informiert den Betreiber sowie die Fahrgäste über eine Einführung neuer Fahrscheinarten sowie eine Änderung der bisherigen Preise.
3.Der Betreiber aktualisiert die Fahrscheine und die Preise im Zeitpunkt ihres Inkrafttretens auf der Grundlage der Vorschriften des Ortsrechts.
4.Zuständiges Gericht für die Entscheidung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Erfüllung des Beförderungsvertrags unter Einsatz einer URBANCARD sind die für die Gemeinde Wrocław zuständigen allgemeinen Gerichte in Wrocław.  
5.Auf den Abschluss und die Erfüllung eines Beförderungsvertrags unter Einsatz der URBANCARD finden die vorliegenden Bestimmungen der allgemeinen Bedingungen Anwendung.
6.Auf in den vorliegenden allgemeinen Bedingungen nicht geregelte Sachverhalte finden die geltenden Rechtsvorschriften, insbesondere die Vorschriften des Beförderungsrechts und des Zivilgesetzbuchs, Anwendung.